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Urlaub in der Park und Schloßstadt Greiz.

Lage:
Greiz liegt in Thüringen zwischen Gera und Plauen. Greiz wird auch die Perle des Vogtlandes genannt. Das Zentrum von Greiz liegt im engen Tal der Weißen Elster, unterhalb der Mündung der Göltzsch. Bereits seit der jüngsten Steinzeit war der Talkessel der Weißen Elster bewohnt. Das heutige Greiz, ehemals Grewcz, ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs und wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt. 1359 erhielt es Stadtrecht. 1449 wurde die Stadt von den Grafen von Reuß, die seit 1306 in Greiz residierten, in Unter- und Obergreiz aufgeteilt. Aus diesem Grund gibt es auch zwei Residenzschlösser in der Stadt. Erst 1768 vereinigten sich die beiden Linien wieder zur Grafschaft Reuß älterer Linie, die 1778 zum Fürstentum wurde. Ein großer Brand zerstörte Greiz im Jahr 1802 fast gänzlich. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem bedeutenden Industriestandort. Mit der Errichtung eines Zweigwerkes 1871 verlagerte eines der führenden sächsischen Textilunternehmen, die Reichenbacher Firma Georg Schleber, ihren Standortschwerpunkt nach Greiz. Seit 1920 gehört die Stadt zum Freistaat Thüringen. Während der DDR-Zeit war sie eine Kreisstadt im Bezirk Gera. Greiz gilt als die „Hauptstadt des Thüringer Vogtlandes“, zu dem neben ihr unter anderem auch noch die Städte Weida, Zeulenroda-Triebes und Schleiz gehören

Bauwerke:
Stadtprägend ist der Schlossberg mit dem Oberen Schloss. Es ist im Kern mittelalterlich, musste aber nach einem Brand im Jahre 1540 wiedererrichtet werden und wurde im 18. Jahrhundert weiter ausgebaut. Ein bekanntes Fotomotiv ergibt sich vom Bahnhof aus; durch den Schlossberg wurde ein Tunnel für die Bahnstrecke nach Gera gegraben. In dem Oberen Schloss befand sich ein bedeutender Teil des Thüringer Staatsarchivs. Nach dem Umzug des Archivs auf das unterhalb des Schlossbergs liegende Gelände des ehemaligen VEB Herdas werden die ehemaligen Archivräume auf dem Oberen Schloss restauriert. Das Untere Schloss ist neueren Datums: im 16. Jahrhundert erbaut und nach dem Brand von 1802 in den Jahren danach bis 1809 im klassizistischen Stil neu aufgebaut. Das Untere Schloss beherbergt heute das Heimatmuseum, Musikschule und Stadtinformation.

Parks:
Der Greizer Park, zu DDR-Zeiten in  „Leninpark“ umbenannt, zählt zu den schönsten Landschaftsparks Thüringens. Er entstand bereits um 1650 als Küchengarten und wurde später mehrmals umgestaltet. Seine heutige Gestalt erhielt der Greizer Park in den Jahren 1873 bis 1876. Wie bei anderen höfischen Parkanlagen dieser Zeit ist er im englischen Stil angelegt. In diesem Park befinden sich das Sommerpalais und das Küchenhaus. Zu DDR-Zeiten wurde das Küchenhaus als Wohnhaus benutzt. Heute befindet sich nach umfangreicher Sanierung darin ein Café. Den Beinamen Park- und Schlossstadt trägt Greiz zu recht: Es gibt ebenfalls den Stadtpark, eine Parklandschaft in der Nähe des Greizer Krankenhaus und den Park um den Hirschteich am Ortsausgang in Richtung Mohlsdorf. Außerdem gibt es noch den Goethepark in der Nähe das Bahnhofes, der im Zuge des geplanten Neubaus der Stadthalle umgestaltet werden soll.Das Sommerpalais im Greizer Park beherbergt eine europaweit einmalige Sammlung von historischen Kupferstichen und das Satiricum. Dieses ist eine bedeutende Sammlung und Ausstellung von Karikaturen und Plastukaturen. Einzigartig ist die Vielfalt der Exponate aus der DDR-Zeit. Viele bekannte Künstler, die in der Zeitschrift  „Eulenspiegel“ veröffentlichten, stellten hier ihre Originale aus. Heute sind hier neben Arbeiten von bekannten DDR-Künstlern auch gleichberechtigte Arbeiten von Kollegen, die in der Zeitung Titanic veröffentlichen, zu sehen. Die Räume im Erdgeschoss werden zur Zeit in den Sommermonaten für verschiedene Sonderausstellungen genutzt.

Greiz war ein bedeutender Standort der Textilindustrie mit Webereien (z.B. Firma Arnhold) und der Textilveredelung (Firma Georg Schleber AG). In der DDR war Greiz ein wichtiger Industriestandort. Von Bedeutung waren Textilindustrie (Greika), der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die chemische Industrie.

Verkehr Bereits 1865 wurde eine Eisenbahnlinie von Greiz-Aubachtal nach Brunn in Sachsen eröffnet, die 1879 zum Bahnhof Greiz und 1886 nach Neumark verlängert wurde. Diese Strecke wurde 1999 stillgelegt, nachdem schon seit dem 01.06.1997 kein planmäßiger Zugverkehr mehr stattfand. Die Elstertalbahn von Gera über Greiz nach Plauen unterer Bahnhof und Weischlitz wurde 1875 eröffnet. Sie durchquert den Greizer Schloßberg und den Bahnhof Greiz-Dölau. Heute verkehren auf dieser Linie die Deutsche Bahn AG und die vogtlandbahn. Der wichtigste Bahnhof dieser Strecke ist Gera Hbf. Der nächstgelegene Bahnhof an der Schasen-Franken-Magistrale liegt in Reichenbach. Diese Bahnstrecke wurde durch die Götzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke Europas, und durch deren „kleinere Schwester“, die Elstertalbrücke bei Jocketa, bekannt. Die Göltzschtalbrücke befindet sich in unmittelbarer Nähe an der Landesgrenze im sächsischen Netzschkau und ist vom Greizer Ortsteil Reinsdorf aus sichtbar. In Greiz kreuzen sich die Bundesstraßen B 92 von Gera nach Plauen und 94 von Schleiz nach Reichenbach. Ferner existieren Landesstraße nach Werdau (in Richtung Zwickau), Mylau und Neumühle. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle liegt an der A 72 bei Reichenbach im Vogtland. Wenn man von Greiz nach Mylau entlang der Göltzsch fährt, durchquert man die Göltzschtalbrücke, bevor man später nach Reichenbach und dort auf die Bundesstraße 94 und die a 72 fahren kann.


Söhne und Töchter der Stadt
Prof. Dr. Friedrich Beck, Archivar und Historiker
Otto Benndorf, deutscher Archäologe
Birgit Diezel, deutsche Politikerin
Hans-Christian Knuth, seit 1991 Bischof des Sprengel Schleswig der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Detlef Macha, Radsportler
Uwe Neupert, Ringer
Ulf Merbold, Physiker und Astronaut, zweiter Deutscher (erster Westdeutscher) im Weltraum
Oskar Sala, deutscher Komponist und Physiker
Hermine von Schönaich-Carolath, geborene Prinzessin von Reuß, zweite Ehefrau des ehemaligen Kaisers Wilhelm II
Bernhard Stavenhagen, deutscher Komponist, Pianist, Musiker und Kapellmeister
Hansgeorg Stengel, deutscher Journalist, Schriftsteller, Satiriker und Kabarettist Persönlichkeiten, die in Greiz gelebt und gearbeitet haben
Gunther von Hagens, deutscher Anatom
Reiner Kunze, SchriftstellerIbrahim Böhme, Schriftsteller und Politiker
Matthias Grünert, Kirchenmusiker
Harald Seidel, Regionalpolitiker und gelernter Klempner